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Adio C.O.S. Cup im Europa Park

„Blue Fire Megacoaster“, „Eurosat“, „Silver Star“, „Euro-Mir“...

Wer mit diesen Namen nichts anfangen kann, hat garantiert den wohl besten Tourstopp des COS-Cups verpasst, zumal dieser nicht nur skateboardmäßig einiges zu bieten hatte, sondern rein zufällig in Deutschlands größtem Freizeitpark stattfand.

Somit hatte jeder Contest-Teilnehmer auch direkt kostenlos Eintritt in den EUROPA-PARK, wo man sich dank der über 100 Attraktionen so richtig schön austoben kann. Praktisch, zumal die Streetarea direkt neben dem Haupteingang in einem gigantischen Zirkuszelt stand! So war es auch kein Wunder, dass sich viele Starter am Practise-Tag lieber in einer fetten Achterbahn in die Tiefe stürzten, statt über perfekte Obstacles zu fliegen. Wie gesagt, wer dabei war, kann das gut nachvollziehen, da der freie Fall im „Silver Star“ aus 73 Metern Höhe oder die Beschleunigung des „Blue Fire Megacoaster“, der es von 0 auf 100 in 2,5 Sekunden schafft, kaum zu toppen ist.

Doch zurück zum eigentlichen Grund, warum sich die Elite des deutschen Skateboardings an diesem Wochenende in Rust versammelte: Es ging natürlich um Punkte für den Sieg der Serie des COS-Cups und wer am Ende neuer deutscher Meister wird. Thomas Weber wurde zwar auch in Rust vorab als Favorit gehandelt, doch wie man weiß, kommt es meistens anders als man denkt. Und Yannick Schall nutze die Gunst der Stunde, um in der Gesamtwertung Thomas mächtig auf die Pelle zu rücken. Zu Recht, denn es gibt wohl nur wenige Leute da draußen, die man nach einer durchzechten Partynacht im Morgengrauen aus dem Bett kicken kann und die dann scheinbar völlig locker einen „1A-Stay-On-Contestrun“ runterspulen. Nicht, dass Yannick bei seinen Runs noch Restalkohol im Blut gehabt hätte oder unausgeschlafen gewesen wäre ... Es geht nur darum, dass Yannick schlicht und einfach zu den besten deutschen Skateboardern gehört, weil er unglaublich consistant fährt.

Bei Denny spielt die Tagesform eine große Rolle. Und die hat an diesem Wochenende offenbar gestimmt, was für ihn am Ende Platz 2 vor Ludovic Schnitt bedeutete. Neben dem Gemetzel um die Chefplätze wurde auch beim Skullcandy-Best-Trick-Contest richtig gezaubert. Fabian Surber sackte dabei mit einem Backside-180-Backfoot-Flip über die große Funbox, genau wie Farid Ulrich für einen Kickflip-Feeble-Grind-Revert über das Europa-Park-Gap, einen schicken Kopfhörer ein. Ein breites Grinsen hatten nach diesem Wochenende sowieso alle auf den Backen, sei es wegen eines Siegerchecks, Kopfhörers oder einer packenden Achterbahnfahrt.

Ein „dickes THX“ an den COS und den Europa-Park für diesen grandiosen Tourstopp, den wir garantiert lange in Erinnerung behalten werden!

Weitere Infos auf www.clubofskaters.de.

Yannick Schall:
"Es war cool und hat Spaß gemacht. Leider habe ich viel zu wenig Achterbahnaction mitgenommen. Ich bin nicht mal den Silverstar gefahren."
"Ich gönne es dem Weber. Clash gewonnen, C.O.S. Cup gewonnen, Dresden gewonnen - das ist sein Jahr."

Thomas Weber:
"Alles easy, alles super entspannt, die Leute haben Gas gegeben - passt alles. Bombe!"

Denny Pham:
"Das beste Catering der kompletten Tour, passend zu einem perfekten Wochenende."

Text: Maik Giersch
Fotos: Ludger Aundrup, Thomas Gentsch