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MoTrip - Embryo

Aus dem Aachener Untergrund entsprungen und mit Flow und einem scheinbar abgeschlossenem Germanistik-Studium kommt MoTrip endlich mit eigenem Album „Embryo“.

Germanistik-Studium aus dem Grund, da sich durchweg eine textlich ausgereifte Basis über sein Album zieht. Einen Underground-Hype genoss Herr El Moussaoui ja schon vorher, durch Features und Abfeierung seitens Rapgrößen wie Kool Savas, Sido, Olli Banjo, oder Samy Deluxe. Da muss der gebürtige Libanese scheinbar einiges auf dem Kasten haben, was er auf „Embryo“ auch mit „Pauken und Trompeten“ bestätigt. 17 Tracks, die ein wenig mehr als Durchschnitt sind. Songs in denen er vom „Schreiben Schreiben“, „Kennen“, Kanacke mit Grips“ und „Gorilla“ rappt. Thematisch keine großen Neuerungen, oder Differenzen zu anderen Rap-Akteuren zu finden, sticht „Embryo“ ehr durch den Newcomer-Faktor heraus. Positiv hier festzustellen ist, dass MoTrip den üblichen Rap-Pathos, bezüglich koksenden Stiernacken, denen die Welt gehört, nicht unterstützt und sein eigenes Ding macht und in diesem, bessere Deutschkenntnisse vorweist, als so mancher Master-Student an der Uni. Und so projiziert „Mo Dirty Shit Trip“ seine Trip-Theorie, die da heißt: „Deine Stimme plus die Technik mal die Flows geteilt durch Skills ist gleich der Inbegriff von Freshness. Nimmst du das noch minus Wackness minus Fake minus Shit minus Hate ergibt Trip.“, auf sein ganzes Album. Klingt komplizierter, als es ist und lässt sich flüssiger durchhören, als so manches Samy Album.

MoTrip gibt mit „Embryo“ sein Debüt. Und das nicht zu schlecht! Darf man nur hoffen, dass es nicht wieder eine 10 jährige Wartezeit, bis zum nächsten Release braucht. 8/10

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