Anbauteile und Werkzeuge für dein Longboard

Abb. 01 - Montagesatz
links: Abb. 01 A - Senkkopf-Schraube, rechts: Abb. 01 B - Linsenkopf-Schraube
Abb. 02 - Spacer
Abb. 03 - Shock-/Riserpads
Abb. 04 - Keil
Abb. 05 - Skate-Tool
Abb. 06 - Kugellager

Montagesatz

[> Abb. 01]

Als Montagesatz wird ein Package aus acht Schrauben und Muttern bezeichnet, mit denen du die Achsen an deinem Deck fixierst.

Man unterscheidet bei den Schrauben zwei Kopfformen mit unterschiedlichen Längen. So gibt es Senkkopfschrauben [> Abb. 01 A] mit einem kleinen, kegelförmigen Kopf und Linsenkopfschrauben [> Abb. 01 B], die einen größeren Schraubenkopf haben, der sich linsenförmig nach oben wölbt.

Senkkopfschrauben lassen sich – wie der Name schon sagt – ganz im Brett versenken. So merkst du die Schrauben gar nicht, wenn du direkt auf deiner Achse stehst. Jedoch solltest du die Schrauben nicht zu fest anziehen, da sie sich tief ins Brett »fressen« können und damit das Board beschädigen würden.

Aufgrund der breiteren Auflagefläche kann dies bei Linsenkopfschrauben so schnell nicht passieren. Allerdings verschwinden sie nicht ganz im Deck und du wirst sie sehr wahrscheinlich noch leicht spüren, wenn du auf deiner Achse stehst.

Beide Kopfformen gibt es als Inbus- oder Kreuz-Satz, je nachdem welches Werkzeug du lieber verwenden möchtest.

Wenn du dir einen neuen Montagesatz kaufst, sind manchmal auch noch zusätzliche Unterlegscheiben für Drop-Through-Achsen dabei. Diese kommen auf die Unterseite des Decks und verhindern, dass sich die Muttern in das Holz fressen.

Entscheidend für die Wahl der Schraubenlänge ist, dass die Schraube den Sicherungsring der Mutter erreicht. Ein ungefährer Richtwert ist dabei:

  • 7 Ply Board ohne Pads: 7/8" Länge
  • 7 Ply Board mit Pads (je nach Höhe des Pads): 1–1 1/4" Länge
  • 9 Ply Board ohne Pad: 1 1/4" Länge
  • 9 Ply Board mit Pads (je nach Höhe):
    1 1/4–1 1/2" Länge
  • Dropthrough (je nach Brettdicke):
    1 1/4–1 1/2" Länge

Spacer

[> Abb. 02]

Spacer sind kleine Metallhülsen, die zwischen den Lagern in jeder Rolle verbaut werden. Sie verhindern, dass die Lager durch zu festes Zusammendrücken oder Belastung bei Slides beschädigt werden.

Shockpads/Riserpads

[> Abb. 03]

Shockpads/Riserpads bestehen entweder aus Gummi oder Plastik und sind in verschiedenen Höhen und Härten erhältlich. Sie fangen Stöße ab und/oder erhöhen den Abstand zwischen deinem Deck und den Rollen. Falls du Probleme mit Wheelbites haben solltest, kann die Erhöhung des Abstands zwischen Rollen und Deck Abhilfe schaffen.

Keile

[> Abb. 04]

Mit Hilfe von Keilen (auch Keilpads genannt) kann das Lenkverhalten des Boards erheblich verändert werden. Die trapezförmigen Keile werden unter die Achsen geschraubt und modifizieren so den Winkel der Achse. Steht der Keil mit der dünneren Seite nach innen, wird das Deck träger, zeigt die dünnere Keilseite nach außen, wird es agiler.

Skate-Tool

[> Abb. 05]

Ein Skate-Tool ist ein T-förmiger Multifunktions-Schlüssel, der in keiner Hosentasche fehlen sollte. Dieses praktische Helferlein besitzt alle zöllischen Schlüsselgrößen, die du z.B. zum Festziehen oder Lockern der Schrauben brauchst, und hat meistens noch einen kleinen Inbus- und Kreuzschraubenzieher dabei.

Kugellager

[> Abb. 06]

Jede Rolle wird mit insgesamt zwei Kugellagern bestückt. Eines davon auf jeder Seite der Rolle. Skateboard-Kugellager besitzen die Normgröße 608 und passen somit in jede reguläre Skateboard- und Longboard-Rolle.

Beidseitig geschlossene Kugellager (608 ZZ) sind staubdicht und wartungsfrei. Lager mit abnehmbaren Abdeckungen, sogenannten Shields, lassen sich allerdings besser pflegen, jedoch kann Dreck einfacher in sie eindringen.