Longboarding: Carven

Das Carven ist die Grundbewegung des Longboardens. Durch schnelle und rhythmische Richtungswechsel kannst du das Spiel der Fliehkräfte auf deinen Körper beobachten oder wie beim Snowboarden Geschwindigkeit abbauen.

So wird mit dem Longboard "gecarvet":

Zum Carven braucht man nicht viel. Es geht quasi überall. Bring dich zunächst durch Pushen oder Herabfahren eines Berges auf eine angenehme Geschwindigkeit. Dann stellst du deine Füße schulterbreit aufs Deck, etwa gleich weit von den Achsen entfernt.

Du fängst an Kurven zu fahren, und zwar so, dass du beim Einlenken in die Kurve viel Gewicht auf den vorderen Fuß verlagerst und leicht in die Knie gehst. Beim Carven ist es wichtig zu wissen, dass das Brett der Drehung deines Oberkörpers folgen wird. Das heißt, du drehst deine Schultern in Kurvenrichtung, tauchst etwas in die Kurve ein – und die Hüfte und der Rest deines Körpers kommen quasi automatisch nach. Fahre die Kurve ruhig eng und lehne dich mit viel Gewicht in die Kurve. Lass dich von den Fliehkräften ein wenig tragen.

Anschließend machst du das Gleiche auf der anderen Seite. Erst die Schultern, dann die Hüfte und die Füße. Stell das Setup nicht zu hart ein, das erleichtert das Carven. Sobald dir die Grundbewegung leichter fällt, solltest du anfangen, mehr und mehr von deinem Gewicht in die Kurve zu legen.

Irgendwann wirst du ein leichtes »Rauschen« von den Rollen hören. Aber keine Angst, das zeigt dir an, dass du an das Grip-Limit der Rollen kommst. Genau das braucht man, wenn man durchs Carven Geschwindigkeit abbauen will! Probier nach und nach, ein wenig Flow in deine Carves zu bekommen und genieße, wie der Asphalt und dein Board dich tragen.