Rennsport auf dem Longboard: Downhill / Freeride

Downhill ist ein Rennsport. Es geht darum, eine Straße oder Strecke schneller als alle anderen zu bewältigen. Das heißt, man startet möglichst schnell, macht sich klein auf den Geraden und fährt die Kurven am Grip-Limit auf der schnellsten Linie. Wie man das genau anstellt, bleibt jedem selbst überlassen.

Bei einem Rennen motivieren mich persönlich zwei Dinge: schneller zu fahren als die anderen und die Straße für mich am Limit zu bewältigen. Dies kann man aber alles nicht automatisch – und damit kommen wir auch schon mit fließendem Übergang zum Freeriden.

Keine Grenzen: Freeride

Freeriden macht ebensoviel oder meist sogar noch mehr Spaß, denn hier steht einfach das Fahren im Vordergrund. Freeriden bedeutet für mich, eine Straße (möglichst steil, lang und kurvig) einfach auf dem Board zu genießen. Es ist anarchischer als das reine Downhill, denn hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ob man nun lieber Stand-up-Slides, Carves, Slides mit Händen am Boden oder unendlich viele 180s dreht, ist egal. Aber für mich strikt trennen kann ich die zwei Disziplinen nicht. Denn im Rennen fahre ich schnell, das ist klar. Alles außerhalb des Rennens ist für mich Freeriden. Ich freeride zum Bäcker, aber auch einen 20-km-Alpenpass runter.

Mehr als eine Frezeitbeschäftigung

Ich fahre nun schon zehn Jahre und vor allem Downhill, ehm, Freeride. Es ist zum Lebensinhalt geworden. Es ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Meine besten Freunde skaten, ich wohne mit Skatern zusammen, ich habe dadurch weltweit Freunde gefunden und lerne somit auch andere Kulturen kennen. Mein Geld spare ich, um an Rennen teilzunehmen.

Aber das Beste bleibt, sich mit den Kumpels an einem Berg immer mehr zu motivieren und zu verbessern, um danach entspannt mit denen rumzuhängen und auf den nächsten Tag zu warten.

– Matthias Ebel, Almabtrieb Gewinner 2013 –