Slalom mit dem Longboard

Slalom ist die wohl älteste Wettkampfdisziplin. Bereits zu Beginn der 60er Jahre wurde die erste amerikanische Meisterschaft ausgetragen.

Moderne Slalomboards ermöglichen Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h auf ebener Strecke.

Doch wie geht das?

Nun, so leicht, wie es aussieht, ist es nicht zu erklären. Die Vorderachse und die Hinterachse haben unterschiedliche Lenkwinkel. So ist die vordere Achse sehr agil, die hintere träge. Dadurch, dass die Rollen der vorderen Achse mehr Weg zurücklegen müssen als die hinteren, bei gleicher Brettneigung, entsteht eine Schubkraft. Die Rollen der Hinterachse werden aus diesem Grund auch konisch.

Um den größtmöglichen Vortrieb zu bekommen, arbeiten Profis gleichzeitig mit den Armen und nutzen den ganzen Oberkörper als Hebel. Wichtig ist hierbei die Körperspannung vom Knöchel bis zum Rumpf.

Slalom-Disziplinen

Was beim Slalom natürlich nicht fehlen darf: Hütchen! Diese Pylonen in Leuchtfarben machen den eigentlichen Kurs aus. Slalomkurse unterteilt man in Straight Tight (1,20m, sehr enge Hütchenabstände auf einer Linie), Straight Hybrid (1,20–2,50m, enge Hütchenabstände auf einer Linie) und Giant (2,50m, weite bis sehr weite Abstände). Von Tight zu Giant werden nicht nur die Abstände größer, sondern auch die Geschwindigkeiten. Nicht selten gibt es Giant-Kurse über 50 km/h!

Um das Ganze noch schwieriger zu gestalten, werden Slalomkurse auch seitlich versetzt. Man spricht dann von Offset- oder Special-Kursen. Bei Wettbewerben kämpft man gegen den Kurs und seine Hütchen, gegen den Gegner auf der anderen Startrampe und gegen die Zeit. Profis pushen nicht mit dem Fuß an und steigen dann auf ihr Brett, sondern stehen auf mindestens 1m hohen Anfahrtsrampen, von denen sie in den Kurs droppen.

Wer glaubt, bei Slalom-Rennen ginge es um Sekunden, liegt falsch. Bei Welt- und Europameisterschaften liegen die Topfahrer oft nur hundertstel Sekunden auseinander! In diesem Sinne: »Tough ain’t enough.« Slalom braucht viel Training. Also los!

– Daniel Vogt –