Hardflip

Titus Münster Shopteamfahrer Flo Westers erklärt und zeigt euch den Hardflip am Aasee in Münster.

In diesem Video erklärt und zeigt euch Flo den Hardflip.

Der Hardflip heißt nicht umsonst Hardflip. Es gibt kaum einen Flatground-Trick, den so viele gute Skater nicht können – fragt mal Eric Koston! Die Schwierigkeit des Hardflips liegt in der unnatürlichen Fußbewegung: Während man das Board nach vorne poppt, muss der Hinterfuß gleichzeitig die Kickflip-Rotation initiieren. Natürlicher wäre eine Heelflip-Bewegung – wie beim Varial Heelflip. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Inward Heelflip, den auch nicht jeder kann.

Als Voraussetzung solltet ihr auf jeden Fall Fs Pop Shove-Its und Kickflips einwandfrei draufhaben. Zur Fußstellung: Der hintere Fuß steht im Prinzip wie beim Fs Pop-Shove-It, also nur mit der Fußspitze auf dem Tail. So könnt ihr das Board beim Abpoppen schön nach vorne drücken. Der Vorderfuß sollte in etwa eure Kickflip-Stellung einnehmen, jedoch ist die Hardflip-Bewegung so speziell, dass ihr die optimale Fußstellung nur durch kontinuierliches Üben finden könnt.

Zunächst müsst ihr kräftig abpoppen und dabei das Tail nach vorne schieben. Das Board sollte sich jedoch genügend steil drehen, damit ihr überhaupt die Kickflip-Rotation erzeugen könnt. Ein Hardflip-Bodenschleifer ist somit kaum möglich. Früher wurde der Hardflip fast komplett steil durch die Beine gedreht – Chad Muska hat sogar Fs Flips auf diese Weise gemacht. Heute versucht man eher, eine Shove-It-Drehung erkennen zu lassen. Bryan Herman war zwar nicht der Erste, der den Hardflip so gemacht hat, jedoch hat er nach Meinung vieler einen der schönsten Hardflips überhaupt.

Ist das Board gepoppt, kommt der schwierige Teil. Der Vorderfuß muss im Prinzip eine Kickflip-Bewegung nach hinten machen, was äußerst gewöhnungsbedürftig ist. Schaut euch Flos Füße im Video genau an – denn beschreiben kann man dies nur schlecht. Die Bewegung ähnelt der eines Fs Flips, nur dass sich der Körper nicht dreht.

Habt ihr diese Schritte überwunden, heißt es nur noch: Catchen, ausfahren und Props abholen, denn du hast soeben einen Hardflip geschafft! Viel Spaß beim Üben!