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Erstellt von T. Gentsch | News

COS Cup Emsdetten | Die Westdeutsche Meisterschaft 2018


Hitze, Regen und Wasserbomben in Detten!

Als am Freitag den 27.07.2017 das Thermometer im Münsterland die 38 Grad Marke knackte, schwante mir schon ein gewisses Horrorszenario vor. Wie sollte es am folgenden Wochenende überhaupt möglich sein, auf einer hellen Betonfläche ohne Schatten am Nachmittag Skateboard zu fahren? Das Bild vor Augen, wie ein Starter nach dem anderen umkippt, rief allerdings auch Steffen Krüger und Dayna vom COS auf den Plan, die kurzerhand ein Schwimmbecken und eine Gartendusche organisierten. Neben dem Catering platziert sollte so eine Abkühlung gewährleitet sein, die in diesem „Mega-Sommer“ auch dringend benötigt wird – außer vielleicht an eben genau DIESEM Wochenende. Denn, wie könnte es anders sein, nach Wochen der Dürre begann es pünktlich am Samstag zum Practise-Start zu regnen!

Das die Natur diese Feuchtigkeit bitter nötig hatte, sah man nicht nur an den ausgedörrten Maisfeldern zwischen der A1 und dem Skatepark am Ortsrand. Betrachtet man die Fotos genau, lässt sich auch um den Parcours herum kein Grün mehr ausmachen; der Rasen ist komplett verschwunden. Stattdessen läuft man gefühlt durch eine staubige Steppe, die eher an Arizona als an das Münsterland erinnert. Ob es diese Witterungsverhältnisse, die Ferienzeit oder die hohe Anzahl an (schon jetzt stehenden) Qualifikationen für Rust waren, die viele Fahrer abschreckten, vermag ich nicht zu sagen; aber das Starterfeld schien schon fast ein Spiegel der verdorrten Umgebung.

Dabei war Skaten sogar möglich, zumindest möglicher, als an den vorangegangenen Tagen. Denn, oh Wunder, kaum waren wir am Park angekommen, begann es zu regnen - für ein paar Minuten! Das tat Mensch und Natur sehr gut, änderte allerdings nichts daran, dass sich doch extrem wenige Starter angemeldet hatten. So beschloss man, am Samstag nur mit einem „Cash 4 Tricks“ Event an 3 Obstacles aufzuwarten und das Wettbewerbsgeschehen auf den Sonntag zu vertagen. Der Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil. Dominic Wenzel stach mit technischen Finessen und „Eigenkreationen“ besonders hervor – so ein Pop Shove-It Late Body Varial sieht schon lustig aus. Auch am Stufenset ballerte Dominic so einige Banger und nahm verdient ein paar Scheine mit nach Hause. Oder besser, erstmal nach Münster, wo so ziemlich alle Teilnehmer nächtigten.

Leider hatte sich Christoph Radtke im samstäglichen Practise verletzt und so reduzierte sich das Starterfeld nochmals um einen hochkarätigen Titelaspiranten. Doch halt, vielleicht war das alles garnicht SO verkehrt, immerhin hatten so auch mal einige Starter, die sich normalerweise nicht auf dem Siegertreppchen wiederfinden, eine Chance auf selbiges. Die nutze zum Beispiel Kalle Zollino, der mit einer Unmenge an Tricks die (in der Tat zahlreichen) Zuschauer begeisterte. Platz 2 für ihn, vor Flo Westers, der in seinem Local Park vielleicht einen Bail zu viel hatte. Auf dem ersten Platz landete der amtierende Deutsche Meister Jost Arens, der auch in diesem Jahr mit Sicherheit wieder gute Chancen hat, den Meistertitel in Rust zu verteidigen. Wer ihm diesen streitig machen will, aber noch nicht qualifiziert ist, sollte sich am letzten Augustwochende zur Gamescom nach Köln begeben. Wir sehen uns unter der Brücke an der Messe - hoffentlich wieder mit Pool!