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Ben-Botta-Bs-Lipslide-Nizza
Erstellt von T. Gentsch | News

Dope Bro Tour 2017 | Titus Münster


Das Titus Münster Team in Südfrankreich

Nur zwei Regeln galt es zu beachten, um im Bus von Münster nach Frankreich zu kommen. Regel Nr. 1: Sei pünktlich! Regel Nr. 2: Aus Rücksicht auf den Fahrer ist der Konsum von alkoholischen Getränken untersagt! Aus diesen beiden Regeln wurde jedoch in kürzester Zeit ein einziger Witz, war doch nahezu niemand pünktlich und von den neun Leuten im Bus waren sechs betrunken. Zum Glück nur sechs, da wir es ansonsten niemals ans Ziel geschafft hätten.

Fotos: Adam Przybyla
Video: Christian Blümle
Text: Matty Penner

Laut Routenplaner sollte unsere Reisezeit für die 1.332 Kilometer 14 Stunden betragen. Das sagte zumindest Google Maps. Die sechs Besoffenen auf der Rückbank sagten zu diesem Thema nur „wir müssen pissen, wir müssen rauchen, fahr mal auf einen Parkplatz“. Je näher wir unserem Ziel kamen wurde daraus jedoch ein „schnell rechts ranfahren, ich muss kotzen“. 

Dieser Trip war eine Titus Münster Tour, allerdings hatten wir einen Gast an Bord. Wobei, um ehrlich zu sein, waren wir seine Gäste. Nach 18 Stunden Fahrt hatten wir endlich Benjamin „Benedict“ Bottas Haus erreicht, was sich versteckt im Wald in Antibes befindet, direkt vor den Toren Nizzas. Nachdem als erstes die Zelte aufgebaut waren, bauten wir unter dem zentralen Baum einen Tisch auf, der für die nächsten sechs Tage unser Stammplatz werden sollte. 

Jeder Tag begann und endete an diesem kleinen Plastiktisch. Dort chillten die Frühaufsteher unter den Jungs bis der Rest der Truppe wach war, es war der zentrale Treffpunkt. Als am ersten Morgen alle fertig und bereit loszuziehen waren, schrie auf einmal Christian „Christoph“ Blümle: „Wait. What the fuck. Where is my Board“? nach über einer Stunde Sucherei gaben wir auf und Ben suchte ihm aus Einzelteilen ein Set-Up zusammen. Wir hatten wirklich an alles gedacht-bis auf Montageschrauben. Das merkten wir natürlich erst am ersten Spot und so nahm jeder eine Schraube aus seinem Set-Up, damit Blümle ebenfalls rollen konnte. Diese Aktion spiegelt perfekt den Vibe der Tour wieder – es waren nicht einfach nur neun zusammengewürfelte Skater, sondern ein Team wie es im Buche steht, bestehend aus Freunden, die sich gegenseitig in jeder Situation helfen. Adam „Adrian“ Przybyla gab sogar jedem einen eigenen Spitznamen.

Wir skateten von Sonnenauf bis -untergang, oder besser gesagt versuchten es. Einige Franzosen schienen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, uns den Spaß auf dem Board zu verderben. Da war zum Beispiel eine alte Frau, die ihren Hund auf Tabo „Taubsi“ Löchelt hetzte, eine Andere setze einen Eimer Wasser ein. Unser Team hat das natürlich nicht von irgendwas abgehalten. Leon „Leonard“ Merschmann und Florian „Fabio“ Westers killten einfach alle Spots und keine Tricks blieben offen. 

Brach der Abend an, holten wir uns entweder eine Pizza oder alles Nötige für ein BBQ am Grill, aber sobald diese Käufe getätigt waren, ging es sofort wieder an unseren geliebten Stammplatz. Dort hatten wir einfach die besten Sessions. Zunächst wurde die Footy des Tages gecheckt, dann die Bierdosen geöffnet, Joints angezündet und unser neues Lieblings(Karten)spiel gezockt: „Shithead“. Das zog sich zum Teil bis in die frühen Morgenstunden, bis einer nach dem anderen einschlief; die, die die Augen noch aufhalten konnten, was meistens Tom „Tommick“ Schulze und ich, Matty „Matthias“ Penner waren, kamen in den Genuss von Adrians Gutenachtgeschichten, die er von seinem Schlaflager in Botta´s VW Bus aus erzählte. 

Am sechsten Tag ging es nach Marseille, wo wir ein Air B´nB bezogen. Dort hatten wir nicht nur endliche jeder ein eigenes Bett, sondern auch eine Küche! Merschmann und Lasse „Lasso“ Middendorf fackelten nicht lange und die selbstgemachten Spaghetti waren ein Traum. Die Stadt ist voll von guten Spots die nur einen Steinwurf voneinander entfernt waren und natürlich machten wir auch eine Abstecher zum berühmten Marseille Bowl, wo Tom endlich mal vollstens in seinem Element war. Von Marseille aus ging es dann wieder zurück in Botta´s Garten, wo fortan jedoch mehr gechillt als geskatet wurde. Am letzten Abend veranstalteten wir noch ein üppiges Abschieds-BBQ, bevor der Van, erstmals pünktlich, in Richtung Heimat startete. Die Rückfahrt war das genaue Gegenteil zur Hinreise, die Crew hatte sich „ausgefeiert“, war ausgepowert vom vielen Skaten und wollte nur noch heim. Dennoch werden sicher alle übereinstimmen, dass diese Tour „Dope Bro“ war!

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