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Flip Labovic | Bs Tailslide
Erstellt von T. Gentsch | News

Stadtwerke Jam 2017


Der 16. Battle an den Werken

Die Stadtwerke in Münster sind seit fast 20 Jahren fester Treffpunkt der lokalen Skateszene. Dabei bietet der Platz nicht einmal besonders viele Spots. Auch der Boden ist alles andere als mit dem an der Domplatte in Köln zu vergleichen. Allerdings begeistert der Ort mit etwas, das heutzutage, gerade in mittelgroßen Städten, nur noch selten zu finden ist: Einen Platz zum Skaten inmitten von urbanem Leben.

Auch wenn "die Werke", wie sie bei den Locals nur genannt werden, nicht gerade in der Innenstadt Münsters liegen, herrscht hier jeden Tag reger Verkehr. Passanten die in das gegenüberliegende Kino oder in Richtung Haverkamp laufen, Touristen, die sich den neu gestalteten Hafen anschauen, sie alle passieren den Spot und kommen so unweigerlich auch in Kontakt mit Skatern. Und umgekehrt. Es ist ein Ort, zu dem man einfach fahren kann, ohne sich zu verabreden - irgendwer ist immer da. "Werkelife" ist hier das Stichwort und seit dort vor über 15 Jahren auch eine "lehnelose Beton-Bank mit Metallkante" aufgestellt wurde, kann man dort auch anständig Curb fahren.

Das wird seit 16 Jahren gefeiert - in Form des jährlich stattfindenden Stadtwerke-Jams. Was 2002 in kleiner Runde begann, erinnerte 2017 eher an ein Straßenfest, als einen "Spaß-Contest". Es gab einen großen Grill, einen prall mit Bier gefüllten Kühlschrank, Musikalische Beschallung mit DJ sowie diverse Obstacles, die den Vorplatz quasi in einen Skatepark verwandelten.

Dabei fiel sofort auf, dass neben den Obstacles aus dem Skaters Palace diverse Elemente mit dem Bezug "Stadtwerke" untergebracht waren. Eine Kabeltrommel und zwei unterschiedlich große Rohre sorgten für den authentischen Look und boten völlig neue Skatemöglichkeiten. Die "Skate-Aid" Miniramp gab zudem auch Transition-Freaks die Möglichkeit sich auszutoben. Ein äußerst rundes Gesamtbild also, was einen träumen lässt: "Sähe es dort nur immer so aus".

Das dachten sich sicher auch viele der zahreichen Skater, die am Samstag den 2.9.2017 um "Cash for Tricks" fuhren. Zunächst war der "Kicker to Kicker"-Spot Ort des Geschehens. Schon hier bewies Filip Labovic, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört; einen Impossible über die Kabeltrommel zu zwirbeln war alles andere als ein einfacher Trick. Auch am "Bump to Kette" Obstacle haute er so einige Kracher raus, ebenso wie Dardan Sarbovic. Den vielleicht härtesten Flip-Trick machte jedoch Nachwuchsripper Henry Alberts mit einem 360 Double Flip. Er stand den Trick zwar erst nachdem der "Contest" vorüber war, aber hat dafür noch eine schöne Sequenz eingeheimst.

Zum Schluss fand noch ein großes "Game of Skate" statt. Es wurde nach dem "Goofy vs. Regular"-Prinzip ausgetragen, sprich die zwei Stances spielten gegeneinander. Harry Bulgrin, seines zeichens Goofy Fahrer, legte zum Schluss mit einem Pop Shove-It Late Flip einen Trick vor, den keiner aus dem Regular Lager nachmachen könnte - Goofy hatte also gewonnen.

Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass der 16. Stadtwerke Jam 2017 ein voller Erfolg auf ganzer Linie war. Das Wetter zeigte sich ausnahmsweise von seiner schönen Seite, es gab keine bösen Umknicker oder andere Verletzungen und ein Samstagnachmittag hätte kaum schöner gestaltet sein können. Ein großer Dank geht an Sascha Korf und die Palace GmbH für Organisation und Rampen, sowie an Skate-Aid und alle Helfer, die den Event zu dem gemacht haben, was er seit Anbeginn sein sollte und wollte: Ein Fun-Event von Skatern für Skater!

Skate-Aid Stuff bei Titus:

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