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Erstellt von T. Gentsch | News

Titus "Battle of the Shops" | Bangin´ Busride 2022


The best skateboarding event in Münster is back!

Skatefotos (wenn nicht anders angegeben): T. Gentsch

Sideshots: M. Tromp

Man mag es kaum glauben, aber dank „covid-bedingter“ Pause ist es wirklich schon wieder drei Jahre her, dass der letzte „Battle of the shops“ stattgefunden hat. Und, ganz ehrlich, eigentlich sah diesen Event im Jahr 2022 auch niemand so wirklich kommen. Doch da man heutzutage ja jede Möglichkeit nutzen sollte, Veranstaltungen dieser Art durchzuführen (man weiß schießlich nie, was in ein paar Monaten wieder ist), dachten sich die Jungs im Titus Headquarter Mitte Juli „Komm, lass uns ein Sommerfest, gepaart mit dem BOTS, veranstalten!“. Fünf Wochen Planungszeit waren allerdings sehr ambitioniert, zumal in diesem Sommer gefühlt alle Events der letzten zwei Jahre nachgeholt werden – und das am besten noch am selben Wochenende! Letzten Endes fanden am Wochenende des 20. August sage und schreibe 7(!) weitere Contests statt, aber dennoch folgten erstaunlich viele Fahrer der Verlockung, mit einem Doppeldecker-Bus mehrere Street-Spots im beschaulichen Münster zu attackieren – und sie sollten nicht enttäuscht werden!

Da es diese Art der Durchführung des BOTS zum mittlerweile dritten Mal gab, mussten natürlich auch neue Spots her. Nachdem die Stadtwerke zwei Mal als „Start-Spot“ hergehalten hatten, wurden die Rufe nach einem anderen Ort laut – und selbstverständlich erhört. Die „Grüne Schule“ in Gievenbeck schien mit ihren „zwei Curbs in einer Linie“ adäquat, zumal es dort auch noch den „Bank to Rail“ Spot gibt. Außerdem hatte man so schon zu Beginn des Tages eine etwas längere Busfahrt, was sicher auch zu einer guten Stimmung beitrug. Kessi, die Busfahrerin, die uns auch schon die letzten Jahre gefahren hatte, war dabei dann noch das I-Tüpfelchen und so waren bei Ankunft die Vibes denkbar hoch!

Entsprechend hoch war dann auch die Trick-Dichte an den Curbs, die erst 20 Minuten von der einen und dann weitere 20 Minuten von der anderen Seite gefahren wurden. Es galt, an beiden Curbs mindestens je einen Trick zu schaffen, sprich, es musste immer eine Line sein. Davon gab es seehzr schnell sehr viele, was kurzzeitig zu einem kleinen „Judging-Problem“ führte, aber auch dieses konnte nach kurzer Beratung gelöst werden. Nachdem es weitere 20 Minuten an der „Bank to Stange“ weiter ging, war der erste Spot dann auch schon Geschichte und es ging weiter zum Edeka am Aasee-Markt.

Direkt als zweiten Spot ein langes 10ner Stufen Set zu wählen, war sicher eine gewagte Entscheidung – aber es sollte ja auch eine Tour mit „Bangern“ werden. Und wie es bei solchen Events nun mal so ist, treibt eine gewisse Gruppendynamik stets zu Höchstleistungen an. Eher überraschend war allerdings, dass Thomas Weber sich in die Riege der Stufen-Moscher einreihte und direkt mal first try Ollie und Fs 180 Ollie schaffte. Obendrein landete er einen Fs Flip direkt in Folge aber konnte ihn leider nicht richtig ausfahren. Also nochmal hoch, vierter Versuch, wieder gelandet, leider etwas unsauberer und dann kam der Slam. Ein schlimmstmöglicher Spagat mit gebogenem Knie bedeutete traurigerweise nicht nur das Ende für Thomas an diesem Tag, sondern auch einen Kreuzbandriss. Get well as soon as possible Thomas, wir leiden alle mit dir!

Abgesehen davon war die Session eher von kurzer Natur, da wir direkt nach Ankunft von einem Edeka-Mitarbeiter gebustet worden waren, allerdings dennoch die Polizei abwarteten. So hatten wir eine gute Viertelstunde und es ist schon erstaunlich, wie viele Tricks in der kurzen Zeit an dem mächtigen Set passiert sind. Off to the Friedensschule!

Eigentlich hatte keiner mit einem Kick-Out am Edeka gerechnet, aber so war es eben. Die Friedenschule, da waren wir uns eigentlich sicher, sollte jedoch ein mindestens so heftiger Bust werden. Schon mehrere Versuche, diesen neuen Schulhof am Rande der Stadt zu skaten, waren kläglich am Hausmeister gescheitert und so sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis wir auch diesen Spot hätten verlassen müssen. SOLLTE, wohlgemerkt, den wie durch ein Wunder, schien besagter Hausmeister an diesem Tag einen Ausflug zu machen.

So entfaltete sich an den Blöcken und dem kleinen aber feinen Handrail eine sehr ausgiebige und entspannte Session und es fiel nahezu jeder Trick, den man sich an diesen beiden Obstacles vorstellen konnte. Und weiter ging es, an den letzten Spot, allerdings mit einem kleinen Einschub an der „Agravis-Barrier“.

Da sich der letzte Spot auf der Agravis-Brücke bzw. deren Downhill befand, eignete sich der danebengelegene Parkplatz mit der Barrier äußerst gut, um die Fahrer kurz zu beschäftigen. Unterdessen sorgte das „Aufbauteam“ dafür, dass der Kicker in den Downhill gestellt wurde und Strohballen zur Abtrennung der Fahrradfahrer platziert wurden. Nach einer Viertelstunde hieß es dann „alle hochkommen“ und eine Line über den ersten Curb, den Kicker und den zweiten Curb zu fahren.

Das Ganze wurde ein wenig durch einen Strohballen am Ende aufgelockert, den man wahlweise als „dritten Spot der Line“ nutzen konnte. Erstaunlicher Weise gab es keinen Unfall mit einem Passanten/Radfahrer und nach einer ausgiebigen Session war auch dieser vierte Spot Geschichte. Wie geplant ging es daraufhin zurück zum Skaters Palace, wo der lange Tag nach einem ausgiebigen Abendessen mit der Siegerehrung sein Ende nahm.

Bleibt nur, allen Anwesenden zu danken. Allen voran den Fahrern, die sich trotz diverser anderer Events für den BOTS entschieden hatten. Das wären die Teams von Titus Münster, Titus Berlin, Titus Berlin Zoopreme, Titus Kassel (uni solo ), Titus Bonn, Titus Benelux, Titus Niederlande, Titus Tornados Pro- und Am-Team und Titus Skateboards. Selbstverständlich auch Allen hinter den Kulissen, Münsterbus und der besten Fahrerin Kessi, 360° Catering für das leckere Essen, dem Skaters Palace und natürlich der Firma Titus, die es mal wieder geschafft hatte, einen Event der Spitzenklasse auf die Beine zu stellen!