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Teammeeting Sylvensteinsee 2015 / Foto: Burny

10 Years EMillion SkateboARTS - Gewinnspiel und Interview

EMillion Skateboarts feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und dazu gratulieren natürlich auch wir ganz herzlich. Da in einer Dekade verdammt viele Dinge passieren, besonders was Teamentwicklung und Produkte angeht, haben wir uns mit Samak Kitvarametha zusammengesetzt und den Teammanager zu einigen Annektoten der Firmengeschichte befragt.

Außerdem gibt es an dieser Stelle das erste von drei fetten Stuffpaketen zu gewinnen, die EMillion uns freundlicherweise zu Verfügung gestellt hat. Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr nur das unten angeführte Formular ausfüllen. Teilnahmeschluß ist Sonntag, der 4.6.2016 um Mitternacht. Viel Glück!

Fabian Lang / Fs Smithgrind / Innsbruck 2015 / Foto: Burny

Hallo Bernhard, aka Samak, stell dich doch bitte, für alle die dich nicht kennen, nochmal vor.

Also, mein Name ist Samak Bernhard Kitvarametha, ich bin 37 Jahre alt und fahre seit ca. 1991 Skateboard. Außerdem bin ich Teammanager bei EMillion Skateboarts.

Wo du direkt auch EMillion erwähnst; bist du eigentlich schon von Anfang an TM oder begann es als Teamfahrer und hat sich zu dem Job hin entwickelt?

Sowohl als auch, wenn man das so sagen kann. Wir haben EMillion 2007 gegründet und seitdem bin ich auch TM. Damals wurde ich zunächst nur gefragt, ob ich das Team zusammenstellen kann und das hat sich dann direkt zu dem Job als TM gewandelt.

Samak Kitvarametha / Melon Grab 2009 / Foto: Burny

Wer steht denn jetzt eigentlich genau hinter der Company?

Hauptsächlich sind das Mathias Noderer und Dorian Emonts. Mathias kenne ich von ganz früher vom Skaten noch und er macht auch Soul Distribution. Dorian in unser Artist, deswegen heißt es bei uns ja auch EMillion SkateboARTS. Die beiden sind also quasi die Bosse. Alles was mit Sales und Vertrieb zusammenhängt, ist Mathias Job, Dorian macht die Designs und ich kümmere mich um das Team und das Marketing.

Wo genau ist EMillion denn eigentlich ansässig? Man verbindet es ja irgendwie immer mit München, aber das stimmt so gar nicht, oder?

Nein, EMillion kommt aus Bad Tölz, das ist eine kleine Stadt ganz im Süden von Bayern. Auf gut Deutsch, irgendwo mitten in der Pampa, ca. 50 km südlich von München. Da haben wir mittlerweile auch ein „richtiges“ Lager in der Stadt, ganz früher lief das alles noch über das Zuhause von Mathias.

Dorian @ work / 2009

Da habe ich Bilder gesehen und mich auch gefragt, wie man eigentlich einen Hubwagen, auf dem eine volle Palette Bretter sind, über den Rasen ziehen kann?

Mit Brettern, hahaha. Oh man, ich sag dir, DAS war eine Scheiß-Arbeit. Wir haben quasi wie die alten Römer immer Holzbretter unter die Räder gelegt und die Palette so Stück für Stück bewegt. Das Harte war dazu noch, dass der Weg in den Raum, wo wir damals unser Lager eben hatten, auch noch abschüssig war. Und um das Maß voll zu machen, wir hatten kein Tor, sondern eben nur eine ganz normale Eingangstür. Bedeutet also: Palette vor die Tür ziehen, die Pakete einzeln durch die Tür tragen und drinnen wieder auf die Palette aufladen.

„Realer“ geht es ja kaum, hahaha. Wie ist der Name EMillion eigentlich zustande gekommen?

Das ist eine ganz einfache Geschichte. Dorian heißt mit Nachnamen Emonts und daher kommt das „EM“ quasi schon mal. Er hatte sich den Namen auch schon vor Gründung von EMillion gesichert, ursprünglich wegen und für seine Arbeit als Grafik-Künstler. Und da man als neue Company zu Beginn eh immer knapp bei Kasse ist, haben wir den Namen dann kurzerhand auch für die Boardcompany genutzt. Den „Kunst-Faktor“ haben wir dann noch mit der Schreibweise „SkateboARTS“ einfließen lassen. Das war manchmal dann schon kurios, weil es hier und da mal Leute gab, die dachten, wir wüssten nicht wie „Skateboard“ geschrieben wird. Wenn man es den Menschen dann aber erklärt, kommt das große „Ahhh, klaaar“, hahaha. Der „Art-Faktor“ wird zusätzlich auch noch dadurch unterstreichen, dass Dorian die Grafiken zu Beginn wirklich alle von Hand gemacht hat. Diese Collagen wurden dann abfotografiert und so entstanden die ersten Druckvorlagen für die Bretter. 

Samak Kitvarametha, Fabin Lang, Ben Dillinger & Erik Groß / 2007

Krass, echte Handarbeit also. Das erste Team bestand dann, wenn ich das den Bildern recht entnehme, aus Fabi Lang, Ben Dillinger, Erik Groß und Dir, oder?

Richtig, das waren die Anfänge. Wobei man dazu sagen muss, das Erik damals der erste „Wheel-Teamrider“ war, da er noch für eine andere Boardcompany geskatet ist. Fabi hatte ich damals direkt mit ins Team geholt, weil wir beide davor für Relik gefahren sind und Ben war ein sehr junger kleiner Nachwuchsripper, in dem sofort ein hohes Potential zu sehen war.

Das Team ist ja nun über die Jahre ganz schön gewachsen, neue Rider sind dazugekommen, ein paar sind auch woanders hingegangen; wenn es einen Fahrer gibt, der dich über all die Jahre am meisten beeindruckt hat, wer wäre das? Nicht zwingend nur auf dem Board, auch als Persönlichkeit…!

Hmm, schwer zu sagen, eigentlich das gesamte Team. Für mich, sowohl persönlich als auch als TM, ist es ganz wichtig, dass ich mich mit allen auch auf einer „nicht-skate Ebene“ auf einer Wellenlänge befinde. Das ist für mich eigentlich genauso wichtig wie das Können auf dem Brett und der Grund, weshalb es dann auch den Terminus „EMillion Family“ gibt. Wenn es eine Person gibt, die mich sicher mit am meisten beeindruckt hat, wäre es wohl aber Ben. Sowas liegt dann aber auch in der Natur der Sache, wenn man von jemandem die komplette Entwicklung miterlebt hat. Gerade wenn es vielleicht mal nicht so rund läuft, man, wie Ben, zu einer gewissen Zeit Selbstzweifel hat und ihn aber wieder aufbauen kann, verbindet das doch sehr stark. Ganz zu Beginn, wo ihn noch keiner kannte, hatte er ja mal ein Interview, ich meine das war in der Playboard. Danach wurde es aber direkt wieder still um ihn und er bekam Zweifel, ob es an ihm und seinem Skating liegt oder woran auch immer. Dann haben wir uns lange und viel unterhalten und er sich wieder zusammengerissen und dann ging es ja erst richtig los für ihn. Dann kamen zwar noch so zwei oder drei Jahre, wo es noch sehr still um ihn war, aber das änderte sich dann zum Glück auch wieder. Ich bin damals auch von einigen Leuten gefragt worden, wie sein Stand im Team ist, da man nichts von ihm sähe… Aber wie gesagt, wir sind eben eine Family und wie man heute sieht, hat es sich ausgezahlt an ihn zu glauben. Also um deine Frage zu beantworten: Ben.

Ben Dillinger / Sw Bs Heelflip / München 2010 / Foto: Pham

Wenn du dir denn einen Teamrider wünschen könntest, Pro oder Am weltweit, den du gerne im Team hättest, wer wäre das?

Also ich bin ja echt ein großer Fan von Shane O´Neill. Der ist echt ein sau cooler Typ und ich liebe sein technisches Skating. Das hat natürlich mit meinem persönlichen Geschmack zu tun, ich bin zum Beispiel nicht so der „No Comply Mensch“, hahaha. Die Maßstäbe, die er setzt, sind halt absolut krass, er setzt Tricks um, die ich selbst bei Tony Hawk Proskater nicht hinkriege. Da fällt mir die Kinnlade runter. Klar, es gibt auch „krass auf einem anderen Level“, wenn ich mir jetzt zum Beispiel die Flip Jungs angucke. Aber ich bin halt mehr so der „technische Fan“ und da ist Shane schon das Maß aller Dinge. Außerdem ist er menschlich gesehen auch echt ein feiner Kerl, ich habe ihn schon öfters getroffen und seine eher schüchterne und ruhige Art geht mir gut rein.

Wie kommt ihr eigentlich auf die Ideen mit den Ads? Ich habe da so ein Bild gesehen von Dir neben einem Mädel die im Bett lieber das Board umarmt, als sich dir zuzuwenden…

Ja, da überlegen wir uns immer zusammen etwas. Speziell zu der von Dir angesprochenen Ad hatten wir damals überlegt, dass ja eigentlich jeder Skater Poster bei sich im Zimmer hängen hat. Und Poster, die dabei auch noch witzig sind, bleiben natürlich auch länger im Gedächtnis. Dazu kommt dann noch eine gewisse Doppeldeutigkeit und die Bildunterschrift „Sw Bs Tailslide, gebailt“ und das macht dann die Ad zu einer einprägsamen Geschichte.

Glenn Michelfelder / Fs Wallride / Bad Tölz 2009 / Foto: Burny

Ihr habt ja auch sau viele Touren und Teammeetings gemacht; gibt es da einen Trip oder ein Treffen, welches für dich persönlich besonders herausstach?

Hmm, also unsere Touren waren allesamt geil, da gibt es keine, die mir explizit besser oder schlechter im Gedächtnis geblieben ist. Was Teammeetings angeht war es das Zweite, was mich auch im Nachhinein noch begeistert. Das war noch in der „Aufbauphase“ und alles war noch so neu und frisch. Stattgefunden hat es auch draußen auf dem Land in Bad Tölz und da waren doch tatsächlich ein paar Jungs dabei, die da zum ersten Mal Kühe und Berge gesehen haben. Das denkt man, wenn man aus der Gegend hier kommt, manchmal gar nicht, das Leute Berge „nicht kennen“. Wir hatten da auch einen alten Supermarkt als Skatehalle umgebaut, da wir wussten, dass das Wetter schlecht werden würde und wir die Räumlichkeit für die zwei Tage nutzen konnten. Ben, Denny Pham, Glenn Michelfelder… Daniel Ledermann… Da war eben einfach alles noch neu und sehr unbeschwert und der Family-Charakter kam sofort voll rüber.

 

So soll es sein! Bernhard, ich danke dir für deine Zeit, dieses Interview zu machen und wünsche euch und EMillion alles Gute für die Zukunft. Wir sehen uns hoffentlich bald mal wieder!

Danke dir, ebenso, und auf weiterhin gute Zusammenarbeit! Bis bald! 

Teammeeting 2015 Sylvensteinsee / Foto: Burny