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Erstellt von T. Gentsch | News

Ecko Unltd. COS Cup Köln | Gamescom Cup


Der letzte Qualifikationsstopp zur deutschen Meisterschaft im Skateboarding

Fotos & Text: T. Gentsch

"So ein Nightliner ist schon was Feines", denkt man sich zumindest zunächst einmal. Als wir uns am Donnerstagabend, den 23.08.2018 am Skaters Palace trafen und unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage anrollte, waren wir zunächst auf jeden Fall schwer beeindruckt. Wir, das waren Filip Labovic, David Luther, COS Koch Robin, Josh Junkes und meine Wenigkeit. Und so gestaltete sich die kurze Reise von Münster nach Köln auch sehr entspannt, mit 5 Leuten. Gemütlich saßen wir im unteren Teil, dem „Wohnzimmer“ und nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Rasthof hatten wir die Domstadt noch vor Anbruch der Dunkelheit erreicht. Der Parkplatz für unser Vehikel befand sich in unmittelbarer Nähe zu Messeeingang Ost und wie bei der Gamescom üblich, bot diese Location beste Gelegenheit, diverse SWAT und Bundeswehreinheiten, sowie Fabelwesen und Elfen mit Waffen aller Art aus nächster Nähe zu betrachten. Willkommen auf der größten Computerspielmesse der Welt!

Entgegen jedem anderen COS Contest findet der Gamescom Cup üblicherweise am Freitag und Samstag statt, was auch in diesem Jahr wieder der Fall war. Dennoch waren erstaunlich viele Starter anwesend und rutschten über den Parcours in der Messehalle. Anders als in den letzten Jahren fand der Contest 2018 wieder Indoor statt, was sich als äußerst günstig erwies; der Herbst klopfte am letzten Augustwochenende nämlich schon verdächtig heftig an die Tür. Trotzdem kamen wir nach unserer Ankunft noch in den Genuss, eine Runde am KAP skaten zu gehen und wurden nach unserer Rückkehr zum Schlafgemach erstmals mit der Enge der Kojen konfrontiert. Mittlerweile waren auch andere Mitglieder des COS Teams eingetroffen und langsam begann es etwas „unkomfortabel“ zu werden. „Wohin mit all den Taschen“, war die große Frage des Abends, die von meiner paranoiden Natur, was Kameraequipment angeht, mit einem „auch in mein Bett“ beantwortet wurde. Irgendwann waren aber sowohl ich, als auch drei Rucksäcke verstaut, und ein erstaunlich guter Schlaf nahm seinen Lauf.

Beim Blick aus der Tür des Nightlines am Freitagmorgen kam ich mir vor wie auf einem Schlachtfeld. Vermummte KSK Kräfte hatten das Fahrzeug umringt und die Waffen im Anschlag. Diese waren zum Glück nicht echt, allerdings stellte sich mir schnell die Frage, ob dies denn überhaupt jemand kontrolliere. Solche Dinge sollte man natürlich nicht beschreien, aber es ist doch schon verwunderlich, dass keiner der Ordner auf einen solchen Fall vorbereitet gewesen wäre – das behaupte ich jetzt einfach mal. Ein möglicher Amokläufer mit einem automatischen Sturmgewehr hätte auf jeden Fall ein leichtes Spiel. Bedenkt man dabei, dass aus „Angst vor Terror und Vermummung“ beim Finale im Europapark zu Halloween die Kids nicht mehr geschmikt werden dürfen, muss man sich schon fragen, mit welchem Maß sowas bemessen wird. Allerdings, da die Gamescom ja auch eine perfekte Werbeplattform für die um Nachwuchs besorgte Bundewehr ist, drückt man hier anscheinend auch mal 2 Augen und einen Gewehrlauf zu.

Die Fahrer auf dem Parcours drückten auch kein Auge zu, allen voran Denny Pham und Gino Körner. Beide hatte man auf den letzten 2 Cups vergeblich gesucht und beide kamen mit einem Paukenschlag zurück. Denny fuhr noch solider als man es sowieso schon von ihm gewohnt ist und landete verdient auf Platz 1, und auch wenn Gino „nur“ auf Platz 5 landete, sah man doch eindeutig, dass auch er in den letzten Monaten mal wieder um einige Tricks reicher geworden ist. Ebenfalls hervorzuheben ist Flo Westers, der mit soliden Lines auf dem 2. Platz landete. Nach den Eleminations, die sich aufgrund eines fehlenden Mikrofonkabels ein wenig in die Länge zogen (ja, manchmal steckt im kleinsten Detail der problematischste Fehler), rollten die ersten Ravenol Fässer auf die Fläche und erfahrene Starter wissen was das bedeutet: Barrell-Jump! Diese „alte“ Disziplin wurde dann wiederum von Gino Körner gewonnen, der sieben Fässer mittels Hippie -Jump überwand. Dass das Ganze nicht ganz ungefährlich ist, zeigte der Slam von Lars Billekens, der sich äusserst unglücklich das Knie verdrehte; gute Besserung an den Niederrhein!

Der Sonntag begann erstmal mit einem Paukenschlag für die Küche, bzw COS Koch Robin. Der durfte auf einmal in der Küche(!) des Caterings in der Halle nicht mehr kochen – aus Brandschutzgründen! Somit musste er seine Küche vor dem Nightliner draußen aufbauen, dort kochen, und dann die Nudeln und Bolognese wieder in den 2. Stock schieben. WAS ein Schwachsinn liebe Kölner Messe, Hauptsache, man kommt vermummt in die Halle (hier vergleiche ich Äpfel mit Birnen, aber manchmal muss auch das sein!). Den Startern konnte es egal sein. Sie freuten sich über ein wirklich anständiges COS Essen und dank Ralle lief sogar die Zapfanlage auch am Sonntag noch; zwar nicht mehr direkt an der Fläche, aber das Bier floß noch! Amüsant waren die Stories der Starter, die in Düsseldorf nächtigten, oder besser nicht nächtigten. Man hörte Geschichten, bei denen es verwunderte, dass manche überhaupt auf dem Brett stehen konnten und wunderte sich über einen Stay-On Semi Final Run von Alex Ring, der es damit direkt mal ins Finale schaffte. Denny blieb dies aufgrund zu vieler Bails leider verwehrt, obwohl ER Freitagabend „mellow gemacht“ hatte. Schon verrückt, diese Skater. Gewonnen hat mal wieder Alex Mizurov, ganz nach dem „(Fussball)-Motto“ „Der Contest dauert 2 Tage und am Ende gewinnt…“ den Sieg nach Gaggenau holte. Ende, Aus Applaus, wir sehen uns zur deutschen Meisterschaft vom 02.11-04.11. im Europapark in Rust!