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Erstellt von T. Gentsch | News

Battle at the boarder 2025 - De Fabrik Enschede


Deutschland vs Niederlande reloaded!

Wie, „Battle at the boarder“? Eigentlich müsste an dieser Stelle doch „Deutschland gegen Holland“ stehen. Seit mittlerweile 6 Jahren fand dieser Contest immer im Herbst des Jahres in der „De fabrik“ Skatehalle in Enschede statt und war stets ein Schlachtfest für qualitativ bestes Skateboarding. Jedoch, man muss ja ehrlich sein, irgendwie hatten die Deutschen immer das Nachsehen. Eine gewisse „wir haben eh keine Chance“ Mentalität machte sich so über die Jahre breit und so sah sich Event-Mastermind Kees in der Pflich, dem Ganzen einen neuen Anstrich zu verleihen. „Same but different“ quasi und so wurde im November 2025 erstmals der „Battle at the border“ ausgetragen. Welcome to the first edition!

Neue Contestformate sind immer interessant – die große Frage bleibt jedoch immer, ob sie in der Praxis auch gut funktionieren?! Kees und seine Mannschaft hatte sich also folgendes neues Prozedere ausgedacht: Es gibt an drei verschiedenen Obstacles jeweils eine „open best trick“ Session, und jeweils ein Deutscher und ein Niederländer sind Sieger an dem entsprechenden Spot. Hierbei ging es nicht um DEN besten Trick, sondern um eine „overall impression“ mit möglichst hochwertigen Tricks. Eigentlich ganz einfach, aber man muss es trotzdem verinnerlichen. Das erste Obstacle war der „Euro-Gap mit Flatrail“ Spot, wobei die Ledge daneben sowie die steile bank-Hip ebenfalls mitzählten. Hier gewann bei den deutschen überraschenderweise Jan Rehring, auch wenn Josh Junkes mit Nollie heelflip bs Lipslide Shove-It den vielleicht härtesten Trick machte. Josh nahm es locker und bei den Niederländern Daniel Moragues den „Obstacle-Sieg“ mit.

Weiter ging es an dem Centerpiece (Gap to Rail/Curbcut) wo es eine wahre Flugshow von Gino Körner zu bewundern gab. Ein kleiner Belgier namens Francis Cotton Nolliete und Heelflippte sich in so ungefähr alles und hatte schon am ersten Obstacle für das ein oder andere Raunen gesorgt. Sein Skateboarding bescherte ihm den Sieg an diesem Spot und Bart Buikman wurde zum niederländischen Sieger erklärt. Am letzten Obstacle, dem großen Bank to Rail (und Ledge) war es dann Bert Wilmink, der sein Können als Local unter Beweis stellte. Auf deutscher Seite gewann Jost Arens und somit standen die Finalteilnehmer fest. Moment, kann hier jemand richtig zählen? Richtig, es gab unterm Strich 4 „Finalisten-Pärchen“, also 8 Starter im Finale, da man beschlossen hatte noch jeweils eine Wildcard für einen Fahrer pro Land zu vergeben. Diese gingen an Gino Körner und Tijmen Overbeek, was bei den geschafften Tricks der beiden mehr als gerechtfertigt war.

Um es mit dem Finale so richtig fair zu machen, wurden die Pärchen in bester Manier öffentlich auf der Pyramide gezogen. Namen auf Zettelchen, 2 Becher mit eben je 4 Zettelchen und dann wurde es spannend. Geil war, dass irgendwie jeder mit „seiner Paarung“ happy war, was aber bei dem hohen Level auch kein großes Wunder war. Überraschend war sicher, dass Bert Wilmink, der zusammen mit Jost Arens fuhr, wahrscheinlich seinen „bailreichsten Tag ever“ in seiner Local-Halle hatte und die beiden somit auf dem 4. Platz landeten. Bart Buikman und Francis Cotton rippten sich auf den 3. Und dann wurde es extrem spannend. Letzten Endes waren es Gino Körner und Daniel Moragues, die auf dem ersten Platz landeten, aber das war sicher eine sehr knappe Entscheidung gewesen. Und so war der Contest, fast so schnell wie er begonnen hatte, auch schon wieder vorbei. Irgendwie ticken die Uhren anders in Holland, aber das war gefühlot schon immer so. Danke an alles Starter, das Publikum, alle Sponsoren sowie Kees Jacobs for hooking it all up. See ya next year!