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Erstellt von T. Gentsch | News

Titus "Destroy the spot"


Water, blood and bangers in Zoetermeer

Warum Zoetermeer die schlimmste Stadt Hollands ist, weiß wohl nur Woody, aber dass sie eine der besten Spots des Landes beherbergt, wissen seit Ostermontag 2019 auch eine Reihe holländischer Skater. Im Rahmen der zweiten Edition der Titus „Destroy the Spot“ Reihe, die im letzten Jahr in Arnhem begann, hatte Mathijs Tromps am 22.04.2019 zu einer Session am Bahnhof der Stadt geladen. Dem Aufruf folgte die creme de la creme der niederländischen Szene und sogar Tim Zom fand den Weg in den Vorort von Den Haag. Als ich um 14 Uhr an dem Vorplatz der Bahnstation eintraf, ging es gerade mit dem ersten Spot los, einem Manual Pad/Curb Spot, der zu lockerem Einfahren lud. Dennoch gab es auch hier schon den ein oder anderen (Manual) Banger und Mathijs verteilte die ersten Stuff-Goodies.

Der erste „richtige“ Spot war dann die Low to High Ledge und hier trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Bis dato ungefahren (da wenig einladend und mit einer fest montierten Bank im Auslauf) konnte der Spot keinen der beiden Maatmanns und einige Andere davon abhalten, hier die ersten Grind-Spuren zu hinterlassen. So mancher Geldschein wurden verteilt und dank eines (scheinbar kälteresistenten) Kids waren Boards, die ins Wasser fielen, auch schnell wieder geborgen.

Nach der gut 30-minütigen Session waren alle Fahrer dann auch bereit für den nächstgrößeren Spot, das auf der anderen Seite des Brunnens gelegene Handrail. Hier bestätigte sich mein Gefühl, dass ich schon an der Low-To-High Ledge hatte – die Holländer haben einfach dickere Eier. Wo sich einige Fahrer der deutschen (Contest-)Elite sicher über Bodenwellen, kleine Cracks oder mangelnden Auslauf beschwert hätten, gaben die Holländer „n fick drauf“ und ballerten sich furchtlos auf das runde Geländer. Rob Maatmann machte 6 verschiedene Tricks und sein Bruder Jelle machte mit dem Pole-Jam to 50/50 Grind DEN Trick des 3. Spots. Nach einer weiteren halben Stunde war das Rail in der Tat ziemlich „zerstört“ und es ging nach einer kurzen Verschnaufpause an den letzten Spot, „over the rail into the bank“, bekannt durch Brandon Westgates berühmte 360 Flip Emerica Ad.

Nicht umsonst wurde dieser Spot als „letzter“ gewählt, da er wirklich verdammt hart zu fahren ist. Was auf Photos vielleicht noch wie eine relativ „mellow“ Bank aussieht, betrachtet sich, steht man selber oben, komplett anders. Einfach jeder Trick ist hier absolut gnarly und dennoch gaben sich insgesamt 6 Jungs die Ehre und ballerten über die Stange. Jelle´s Half-Cab gehört sicher zu den miesesten Tricks, die man an einem solchen Spot machen kann, aber sein Bruder Rob setzte mit Nosebonk, 50/50 Pop-Over, Sw Fs 180 und einem Sw Ollie neue Maßstäbe. Woody bewies, dass er nicht nur geil labern, sondern ebenso geil skaten kann und poppte einen perfekten Hardflip in die Schräge. Xuly McCoy war schlussendlich der „last man standing“ und gab alles, um auch einen 360 Flip zu schaffen. Das resultierte leider in einem gebrochenen Schlüsselbein, aber schaut man sich die Sequenz an bleibt nur zu sagen „es war verdammt knapp“!

Diese zweite Edition der „Destroy the Spot“-Reihe in Holland stand dem Event von Arnhem in nichts nach und es wird in Zukunft sicher Weitere dieser Reihe geben. Erste aufgeregte „You-Tube-Kinder“, die Tricks mit „der war aber ABD“ kommentieren, sollten sich mal verdeutlichen, dass es sich hier um einen Contest handelt, und an einem solchen JEDER Trick ein NBD ist – und ein 360 Flip über ein Rail in eine Bank auch in 10 Jahren noch krass sein wird!